Anlegen in Gold

Anlegen in Gold - Anlagetipps

Das gelbe Edelmetall hat schon immer eine magische Anziehungskraft auf Anleger ausgeübt. Was spricht für, was spricht gegen das Anlegen in Gold und welche Anlagetipps sollten Sie befolgen?

Viel dreht sich beim Thema Geldanlegen um das gelbe Edelmetall. Dabei ist die Menge, um die es geht, durchaus überschaubar. Rund 180.000 Tonnen Gold wurden bisher laut Schätzungen des World Gold Council im Laufe der Menschheitsgeschichte gefördert. Das klingt viel, entspricht aber einem Würfel von nicht mehr als 21 Metern Seitenlänge.

Wenn Sie sich ein Stück dieses Würfels sichern wollen, also in physisches Gold ("Gold zum Angreifen") investieren möchten, dann stehen Ihnen Goldmünzen und Goldbarren als Anlagemöglichkeiten zur Verfügung.

Aktueller Goldkurs im Überblick
 

Münzen und Barren

Anlagemünzen (Bullionmünzen): Zu den bekanntesten Anlagemünzen zählen die Wiener-Philharmoniker-Goldmünzen und der südafrikanische Krugerrand (Krügerrand). Anlagemünzen sind in ihrem Ursprungsland theoretisch offizielle Zahlungsmittel und können jederzeit zum tagesaktuellen Marktpreis wieder verkauft werden. Der Wiener Philharmoniker etwa verfügt über einen Nennwert von 100 Euro – dieser liegt aber deutlich unter dem eigentlichen Metallwert.

Österreichische Handelsgoldmünzen: Dabei handelt es sich um Nachprägungen von Originalmünzen. Die vermutlich bekanntesten sind die hierzulande sehr beliebten Dukaten. Es gibt sie als Einfach- und Vierfach-Dukaten, jeweils mit der Jahreszahl 1915.

Sammlermünzen: Das sind Münzen, die zu besonderen Ereignissen geprägt werden. Die Auflage ist limitiert.

Goldbarren: Diese gibt es bereits ab einem Gewicht von 1 Gramm. Achten Sie darauf, dass der Goldbarren den Prägestempel einer seriösen Herstellerfirma trägt. Je größer der Goldbarren ist, desto günstiger ist übrigens der Preis je Gramm.

Anlagetipps

  • Wenn Sie Ihre Geldanlage auf sichere Beine gestellt haben, dann spricht nichts dagegen, einen Teil Ihres Geldes auch in physischem Gold anzulegen.
  • Die häufigste Anlageempfehlung lautet, Gold in kleineren Tranchen verteilt über einen größeren Zeitraum zu kaufen. So können eventuell Kursschwankungen ausgeglichen werden.
  • Sammlermünzen sind zur Geldanlage eher ungeeignet. Die Differenz zwischen An- und Verkaufskursen ist deutlich höher als bei Anlagemünzen. Wenn Sie also Münzen zur Geldanlage anschaffen, dann investieren Sie in Anlagemünzen.
  • Achtung: Wenn Ihr Goldkauf wertmäßig über 15.000 Euro liegt (das betrifft etwa die 500- und 1000-Gramm-Goldbarren), dann ist eine Legitimation (Identitätsnachweis) beim Kauf notwendig.

Pro und kontra Anlegen in Gold

Das spricht dafür

  • Gold gilt als krisensicher und steht im Ruf, eine Art Krisenwährung zu sein.
  • Physisches Gold ist praktisch unverwüstlich.
  • Kein Totalverlust möglich: Das Edelmetall kann seinen Wert nie ganz verlieren.
  • Gold ist weltweit handelbar – Gold-Anlagemünzen sind sogar offizielle Zahlungsmittel.
  • Hohe Liquidität, keine wesentlichen Transaktionskosten beim Verwerten
  • Steuerliche Vorteile (keine Mehrwertsteuer beim Kauf)

Das ist zu bedenken

  • Gold wirft keine Zinsen ab.
  • Der Kurs des Edelmetalls ist stark schwankend.
  • Für die Besitzer von Goldmünzen oder Goldbarren fallen Aufbewahrungs- und Versicherungskosten an.
  • In Krisenzeiten kann es schwierig sein, einen Käufer für seine Goldbestände zu finden.


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